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Info: Wie alles begann

(Karpatentour August 1988 – Rumänien)

Grafik - Rumänien

Inhalt

  1. Die Tour
  2. Tagesetappen
  3. An-, Abreise
  4. Einreise
  5. Geld
  6. Karten
  7. Verpflegung




1. Die Tour

Meine erste Karpatentour, die erste Bergtour überhaupt, führte mich in die Siebenbürgischen Westgebirge nach Rumänien. Ausgangspunkt war das Dorf Bologa am Nordrand des Vlădeasa-Gebirges, einem Teilmassiv der Westgebirge. Über den Hauptgipfel des Vlădeasa-Gebirges, den 1836 m hohen Vârful Vlădeasa, wanderten wir nach Süden ins Bihor-Gebirge.
Über die Cetăţile Rădesei, gelangten wir auf des Hochplateau von Padiş. Dort wollten wir auf einer Tagestour zur Eishöhle Focul Viu wandern, fanden jedoch aufgrund unserer schlechten Wanderkarten den Weg nicht, und lernten stattdessen die Cheile Galbenei (Gelbe-Klamm) kennen.
Von Padiş ging es weiter südwärts zur Eishöhle Scărişoara. Im Tal des Großen Arieş endete unsere Wanderung durch das Bihor-Gebirge im Dorf Gârda de Sus. Per Anhalter und zu Fuss erreichten wir über Câmpeni, Lupşa und Sălciua das Trascău-Gebirge, unser letztes Wandermassiv. Die Hauptattraktion wurde hier die Durchquerung der Râmeţ-Klamm. Nach dem Besuch des Râmeţ-Klosters fuhren wir per Anhalter bis Teiuş, um von dort mit dem Zug nach Ungarn zu fahren.

2. Tagesetappen

  Tag Datum von nach Zeit
(mit Pausen)
1 Di 02.08.1988 4 h, Z
2 Mi 03.08.1988 28 h, Z
3 Do 04.08.1988 1 ½ h, Z
3 ¼ h, W A
4 Fr 05.08.1988 6 h, W
5 Sa 06.08.1988 7 ¼ h, W
6 So 07.08.1988 5 ¼ h, W
7 Mo 08.08.1988 10 ¾ h, W
8 Di 09.08.1988 3 h, W
9 Mi 10.08.1988 7 ¼ h, W
10 Do 11.08.1988 7 ½ h, A W
11 Fr 12.08.1988 6 ¾ h, W
12 Sa 13.08.1988 4 ¼ h, W
13 So 14.08.1988 2 ½ h, W A
A = Auto (Anhalter); W = Wandern; Z = Zug

3. An-, Abreise

Von Görlitz fuhren wir mit dem Eilzug nach Berlin-Lichtenberg. Von dort weiter mit dem Balt-Orient-Express (Berlin - Prag - Budapest - Bukarest) bis Cluj-Napoca (Klausenburg). Mit einem Regionalzug ging es von Klausenburg bis Bologa, wo unsere Bergwanderung begann.
Zurück ging es von Teiuş mit dem Trakia-Express nach Püspökladany (Ungarn).

Kosten: Görlitz - Berlin 29,20 Mark mit Arbeiterrückfahrkarte (ermäßigte Fahrkarte der Deutschen Reichsbahn für Pendler in der DDR) bis Weißwasser. Berlin - Klausenburg 87,20 Mark + 2 x 10,20 Mark Liegewagenreservierung. Klausenburg - Bologa 17 Lei.

4. Einreise

Für eine Reise nach Rumänien benötigten wir eine sogenannte "Reiseanlage für den visafreien Reiseverkehr". Das Dokument musste bei der Meldestelle der Volkspolizei beantragt werden, berechtigte zu einem Auslandsaufenthalt von 30 Tagen und kostete 25 Mark.

5. Geld

Der Weg, um an rumänische Lei zu kommen, war recht mühsam. Mit der Reiseanlage ging es auf die Staatsbank der DDR. Dort kauften wir zum Tagessatz von 20 Mark/Tag eine Art Wertscheine im Wert von 300 Lei. (Eine geringe Summe der Landeswährung bekam man auch in bar.) Diese Wertscheine konnten dann direkt im Zug, nach der Grenze zu Rumänien, in Lei eingetauscht werden.
Da wir nach unserer Bergtour in den Karpaten noch eine Woche Urlaub in Ungarn geplant hatten, kauften wir schon mal Forint-Wertscheine zum maximal zulässigen Tagessatz (12 Tage). Ungarn war für uns recht teuer. Zwar konnten wir nun weniger Geld für unseren Aufenthalt in Rumänien tauschen, doch in den Bergen brauchten wir kaum Geld und außerdem gab es ja noch andere Zahlungsmittel wie Kaffee (in ganzen Bohnen) oder Pfeffer.

6. Karten

Karte Maßstab
1:200 000
1:270 000

Außerdem noch Kartenskizzen und Beschreibungen aus der Zeitschrift "Ferien in Rumänien".

7. Verpflegung

Zum größten Teil verpflegten wir uns aus dem Rucksack. Das hatte seinen Grund, zum einen in der schlechten Versorgungslage in Rumänien, zum anderen gab es in den Bergen kaum Möglichkeiten sich anderweitig zu versorgen.
Trotzdem war ich erstaunt, dass wir sowohl in der Cabana Padiş als auch in der Cabana Râmeţ etwas zum Essen bekamen.
Unsere Rucksackverpflegung bestand hauptsächlich aus Konserven, Kartoffelpüree, Reis sowie Tütensuppen für's Abendessen und Brot, Fischkonserven und Salami für unterwegs. Leider schimmelte das Brot zum Ende unserer Wanderung, sodass wir den Rand großzügig entfernen mussten.
Die Gesamtkosten für unsere Verpflegung betrugen ungefähr 80 Mark/Person.

Wandertag Essen
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